Wittenberger Denkmalkunde II

Nachdem am 05. Dezember 2017 der
Beitrag „Wittenberger Denkmalkunde“
auf der Internetseite veröffentlicht wurde,
war kurz darauf, am 07. Dezember, von der „Trauentzien-Schandtafel“ nichts mehr zu sehen; sie wurde entfernt.

Vielen Dank für die schnelle Reaktion, Herr Oberbürgermeister ! Es ist sicher richtig, Sie als Hauptverantwortlichen sowohl für die Schandtafel, als auch für deren Beseitigung auszumachen. Ich freue mich über die Bereitschaft, trotz ihrer „Parteilosigkeit“, von der AfD zu lernen. Auch dafür: Danke !

Man sollte seine Fehler aber auch mit starker Stimme eingestehen, selbst wenn diese das eher lästige Erbe der Befreiung Wittenbergs von französischer Fremdherrschaft betreffen. Man stelle sich einen ähnlichen Unfug mal auf einer Gedenktafel für Dr. Martin Luther, oder noch schlimmer, für die „ruhmreichen Befreier Wittenbergs vom Hitlerfaschismus“ vor: Wir könnten uns vor vorauseilenden und lautstarken Rechtfertigungen kaum retten.

Ein mutiges Dankeschön an die AfD wäre angebracht gewesen, trotz der zu erwartenden naserümpfenden Gesinnungswächter. Ich gehe davon aus, daß bald eine neue Gedenktafel mit den korrekten Daten den tapferen Preußen ehrt. Und auch davon, daß sowohl der Batteriestein, wie auch das Tauentzien-Denkmal, ihrer historischen Bedeutung für die Stadt entsprechend, gebührend restauriert und von Grund auf saniert werden.

Außerdem trete ich dafür ein, das „Flüchtlings“-boot am Schwanenteich, welches ein optisch überaus schmuckloses Schandmal in mehrfacher Hinsicht ist, zu entfernen.
Es steht für Verantwortungslosigkeit und Gesetzlosigkeit und nicht im geringsten Zusammenhang mit unserer Stadt oder ihren Bürgern. Und es kann zur Gefahr für Kinder und Jugendliche werden. Dieses Problem löst man auch nicht durch Verbotsschilder.

Vor kurzem wurde die  Holztreppe, welche zum Deck führte, entfernt. Die Luken wurden mit Sperrholz vernagelt. Von einer Abfallbeseitigung wurde Abstand genommen; damit wird allmählich eine Bestimmung deutlich, die so sicher nicht beabsichtigt war:
Das Boot wandelt sich zu einem, auch gesinnungsethischen, Müllplatz.

Die wichtigen und wirklichen Denkmale aufwerten und den Abfall verwerten –
vielleicht spätestens zum Frühjahrsputz im April – so wird Wittenberg schöner !