Von vermeintlicher Wahrheit und Wahn

Am 29. September 2017 ereignete sich auf dem Wittenberger Arsenalplatz ein Vorfall,
den man ohne wertende Betrachtung zunächst
nur als tragisch bezeichnen kann. Im Zuge einer Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe syrischer Jugendlicher und einem Pratauer,
erlitt dieser eine schwere Kopfverletzung,
der er kurz darauf im Krankenhaus erlag.

Drei Tage nach dem Ereignis veröffentlichte die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau
eine Pressemitteilung, wonach davon auszugehen sei, daß der angeblich 17-Jährige
den Verstorbenen in Notwehr mit der Faust gegen den Kopf geschlagen hätte. Daraufhin sei er mit dem Hinterkopf aufs Pflaster aufgeschlagen. Vorher hätte der Pratauer dem Syrer unvermittelt einen Faustschlag versetzt. Dem vorausgegangen sei eine verbale Auseinandersetzung, zu deren Entstehen man derzeit noch nichts sagen könne. Die aktuelle Rekonstruktion des Tatverlaufs stütze sich auf Video-Bildaufzeichnungen und Zeugenaussagen. Die ursprüngliche Pressemitteilung ist auf der Internetseite der Staatsanwaltschaft indes leider nicht (mehr?) zu finden.

Noch am 7. Oktober hielt die Staatsanwaltschaft am Notwehrverdacht fest. Zwei Kameras hatten das Geschehen in der Anlieferzone des Arsenals gefilmt. Angestellten des Einkaufszentrums, die als Zeugen ausgesagt hatten, wurde eine Schweigepflicht auferlegt. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft beteuerte an dieser Stelle jedoch, daß das Videomaterial in Ermangelung einer Tonspur nicht zur Ermittlung des Ausgangs des gesamten Streites beitragen könne. Gleichzeitig äußerte sich ein Mann zum Geschehen, der behauptet, die Begleiterin des Pratauers sei von den Syrern belästigt worden, was erst zu der Auseinandersetzung führte. Auch die junge Begleiterin des Opfers malt ein anderes Bild des Tatherganges. Sie bestätigt die Belästigung und sagt, daß der erste Schlag von dem Syrer ausgegangen sei.

Ohne, daß sich die Staatsanwaltschaft auch nur ansatzweise darauf gestützt hätte,
wurde vom örtlichen “unabhängigen” Qualitätsanzeigenblatt bereits der Ausländerfeind- und Nazivorwurf gegen den Toten erhoben und die Geschichte von der Notwehr des sog. Flüchtlings weiter ausgeschmückt. Während er sich an der gleichen Stelle zum Hüter der Wahrheit aufschwingt, unterschlägt Herr Marchewka seinen Lesern noch am 21. Oktober 2017, daß die Staatsanwaltschaft schon längst nicht mehr von Notwehr ausgeht: „Soweit die Fakten, neuere Erkenntnisse hatte die Staatsanwaltschaft bis 20.Oktober 2017 nicht gemeldet.“. Die Ermittlungen gegen den Syrer laufen nun aber schon mindestens seit dem 12. Oktober 2017 wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge.

Eine Schuldzuweisung führt in den vielbeschworenen „Einzelfällen“ unserer Tage jedoch zu nichts mehr. Gewalt gegen Personen und Sachen ist aufs Schärfste zur verurteilen! Das gilt umso mehr, wenn sie von Menschen ausgeht, die vorgeben in unserem Land Schutz vor Verfolgung zu suchen. Wir müssen jedoch beobachten, wie eben diese Gewalt seit nunmehr über zwei Jahren stetig zunimmt, vor allem in den Großstädten und insbesondere gegen Frauen und neuerdings in Schulen. Es dürfte mittlerweile kein Tag mehr vergehen, an dem man in der Republik nicht in irgendeinem Blatt etwas über derartige Fälle finden könnte. Das ist die Erosion der inneren Sicherheit, die ihren Lauf
mit dem Höhepunkt der illegalen Grenzöffnung im September 2015 nahm. Dieses selbstverständlich sichere Leben, ist aber Teil unserer Heimat, von der wir nun täglich ein Stück mehr verlieren. Dieser Heimatverlust ist auf keinen Fall weiter hinnehmbar und wir als AfD werden jeden Tag weiter mit allen demokratischen Mitteln dafür kämpfen, daß wir hier in Mitteldeutschland nicht in den Verhältnissen westdeutscher Großstädte enden.