Frohe Ostern !

Daß Ostern auch anders geht, zeigten uns unsere kulturell etwas spezieller geprägten neuen Mitmenschen vor und während der Feiertage. Auf Grund unserer unfreundlichen, geradezu unmenschlichen Art und Weise, diese Herrschaften zu verpflegen, medizinisch zu versorgen, zu betreuen und gemeinschaftlich unterzubringen, sahen sich einige der ZASt-Bewohner in Halberstadt gezwungen in den Hungerstreik zu treten, Quarantäne-Zäune zwischen den Wohnblocks niederzureißen und, um ihren Forderungen etwas mehr Nachdruck zu verleihen, Feueralarm auszulösen.

Das massive Polizeiaufgebot mit mindestens zwölf Mannschaftswagen und einem Hubschrauber der Landesbereitschaftspolizei deeskalierte die Lage, wie es sich gehört, souverän. Sie griffen nicht ein – zeigten aber Präsenz. Das beeindruckte die Randalierer.

Lobenswert, daß auch ein Antirassistisches Netzwerk die 150 revoltierenden Bewohner
in ihren Forderungen unterstützt und mit dem Landesverwaltungsamt in Kontakt steht.

Und überaus erfreulich, daß sich auch die Landtags-Linken zivilchouragiert für die armen Unterversorgten, Überbelasteten, Körperverletzten und Ansteckungsverängstigten einsetzen und diese demnächst, für bezahlbare Einkaufsangebote und Eigenversorgung
mit dem Nötigsten, mehr Taschengeld beziehen könnten. – Jetzt wird ermittelt, wie es
zu solch eklatanten Menschenrechtsverletzungen überhaupt erst kommen konnte.

Daß allerdings für aufrechte Antirassisten und Asylbewerberrechteverteidigerinnen auf dem Weg zu einer nichtgenehmigten Demonstration auch die  Eindämmungsverordnung und das Infektionsschutzgesetz gelten soll und man bei Zuwiderhandlungen dafür sogar bestraft werden kann, ist schon ein starkes Stück! Ungerechtigkeit par excellence!

Doch was die unzufriedenen Aufbegehrer in Halberstadt können, können wir schon lange, dachten sich wahrscheinlich ihre netten Kollegen im Quarantäne-Außenlager der ZASt in Quedlinburg. Auch dort das selbe Kulturprogramm: Speisen zu Boden werfen, protestieren und obendrein erstmal vorsichtshalber Feueralarm auslösen. – Einstimmung auf Ostern?

Die eigentlichen Feiertage waren den bemitleidenswerten Quarantänegeplagten in Halberstadt dann entweder doch etwas zu öde, so daß sie sich neue kurzweilige Spiele ausdachten oder sie befanden sich noch mitten in einer kleinen Auferstehungs-Nachfeier.

Jedenfalls beschädigten bzw. zerstörten zwei Gruppierungen mit Steinen und waffenähnlichen Gegenständen mehrere Fensterscheiben und Türverglasungen eines Wohnblocks. Durch die Polizei und den Sicherheitsdienst konnten weitergehende Auseinandersetzungen zwischen den „jungen Männern“ verhindert werden. Ihre Spielsachen, wie z.B. mehrere Schlag- und Hiebwaffen wurden allerdings sichergestellt.

Einen Tag später liest sich die österliche Auseinandersetzung zwischen 150, mit unserem Land äußerst unzufriedenen Asylforderern schon ganz anders. – Hm …, vielleicht hätte unsere deeskalierende und jederzeit mutig vor der ZASt Präsenz zeigende Landespolizei eine Woche zuvor mit diesen Herrschaften genauso konsequent umgehen sollen, wie jetzt mit friedlichen Osterspaziergängern oder Grillfreunden. Diese wurden beherzt auf frischer Tat ertappt, wordurch Schlimmeres verhindert werden konnte. Die gesamte hochkriminelle Osterstatistik der 18 Straftaten und 71 Ordnungswidrigkeiten wurde bereits im Internet veröffentlicht. Den 17.500 Einsatzstunden zum Wohle der Menschen sei Dank.

Was soll Innenminister Stahlknecht gesagt haben (selbst wenn er es anders meinte) ?

„In dieser außergewöhnlichen Zeit werden wir alle
an die Grenze des Zumutbaren geführt …“