Feuer und Feier

Anläßlich des 10-jährigen Bestehens des Landeskommandos Sachsen-Anhalt und der Indienststellung der neuen Liegenschaft am Buckauer Tor, lud für den 11. Januar 2017 der Kommandeur Oberst Halvor Adrian, neben anderen hochrangigen Gästen, unseren Fraktionsführer André Poggenburg und unseren Landtags-Vizepräsidenten Willi Mittelstädt nach Magdeburg ein. Ich durfte als persönliche Begleitung des Herrn Poggenburg und beorderter Reservist ebenfalls anwesend sein.

Zwischen dem Appell der angetretenen Truppe, interessanten und leidenschaftlichen Reden, Großer Flaggenparade und selbstverständlich, dem Singen der deutschen Nationalhymne, spielte unbeeindruckt der widrigen Witterungsverhältnisse das Heeresmusikkorps Hannover mehrere bekannte Militärmärsche wie z.B. „Preußens Gloria“ oder den „Fridericus-Rex Grenadiermarsch“. Nach über einer Stunde im Schnee hatten interessierte Besucher nach einem kleinen Imbiß die Möglichkeit, Gebäudeteile des Landeskommandos zu besichtigen.

Die Einheit untersteht dem Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr und setzte sich im Januar 2007 aus den bis dahin existierenden Verteidigungsbezirkskommandos 81 Halle und 82 Magdeburg des Wehrbereichskommandos III Erfurt zusammen.

Das Landeskommando kooperiert im Rahmen der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit (ZMZ) mit den zuständigen zivilen Dienststellen und Behörden unseres Bundeslandes. Bei schweren Unglücksfällen oder Katastrophen koordiniert es die Unterstützung durch die Bundeswehr in Absprache mit den zivilen Katastrophenschutzstellen und den Verbänden bzw. Dienststellen der Bundeswehr in Sachsen-Anhalt und bereitet entsprechende Maßnahmen vor.

Es betreut die freiwillige Reservistenarbeit des Reservistenverbandes der Deutschen Bundeswehr   und ist insbesondere zuständig für die Führung und Ausbildung der Reservisten in 14 nichtaktiven Kreis- (KVK) und einem nichtaktiven Bezirksverbindungskommando (BVK) sowie der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie (RSU), die als territoriale Reserve bereitsteht.  Während des Hochwassers im Juni 2013 wurden z.B. rund 12.000 BW-Soldaten in den Katastrophengebieten an Elbe und Saale in Sachsen-Anhalt vom Lagezentrum LKdo        in Magdeburg aus koordiniert.

Auf den, mit viel Aufwand und unter denkmalschutzrechtlichen Auflagen sanierten, alten preußischen Kasernenkomplex aus dem 19. Jahrhundert, wurde erst im Dezember 2016 ein Brandanschlag verübt. Als mehrere Bundeswehrsoldaten in den Räumlichkeiten schliefen, brachen an drei Stellen die Brände aus.

Diese wurden jedoch glücklicherweise bemerkt und von den Rettungskräften gelöscht. Die Soldaten konnten die Räumlichkeiten unverletzt verlassen. Schwere Körperverletzung oder gar der Tod wurde jedoch, zumindest billigend, in Kauf genommen. Der Sachschaden wird nach aktuellen Schätzungen auf 200.000 bis 300.000 Euro beziffert. An dieser Stelle kann und will ich den Ermittlungen zwar nicht vorgreifen, würde aber erfahrungsgemäß eine Täterschaft aus dem „rechten Spektrum“ beinahe ausschließen.

Nachfolgend eine kleine Auswahl an linken und mutmaßlich linken Brandanschlägen gegen den Staat, die aber auch nur „aufgebauscht“ sein könnten.

10/2016 Bremen:         Bundeswehr
09/2016 Magdeburg: Polizei, DB
03/2016 Leipzig:         Bundeswehr
02/2016 Leipzig:        Ordnungsamt
12/2015 Leipzig:         Zoll
08/2014 Letzlingen: Bundeswehr
09/2013 Erfurt:           Polizei
07/2013 Havelberg:  Bundeswehr
06/2012 Hannover:  Bundeswehr
04/2009 Dresden:    Bundeswehr

2014 hat die amtierende SPD-Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig übrigens alle Programme gegen den Linksextremismus in Deutschland ersatzlos mit der Begründung gestrichen, das Problem sei in den vergangenen Jahren „aufgebauscht“ worden. „Das war in der Vergangenheit so was von fern jeglicher Realität“ war sich Frau Schwesig sicher. Stattdessen kündigte sie an, die Programme gegen den Rechtsextremismus auszubauen.

Apropos – die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen im Fall Tröglitz 04.04.2015 wurden im Juli vergangenen Jahres ohne Ermittlung Tatverdächtiger ergebnislos eingestellt, nachdem “Antifaschisten” nach dem Brand wochenlang den Ort belagerten  und die Bewohner kollektivschuldgetreu u.a. durch „Scheiß-Drecksnest“-Bekundungen verunglimpften.

Die Tat wurde im Verfassungsschutzbericht 2015 und wird immer noch unter „Rechtsextremismus“ geführt, obwohl selbst nach Aussage des Verfassungsschutzes auch Versicherungsbetrug möglich sein könnte.