Auf der Suche nach dem Gold

„Was die Flüchtlinge zu uns bringen, ist wertvoller als Gold.“

Diese Worte verlor der 100%-Kanzlerkandidat Martin Schulz im Juni 2016 während
einer Rede an einer Heidelberger Hochschule. Er predigte über einen vermeintlichen „Traum von Europa“, der uns verlorengegangen sei. Einzig die, seit dem Jahr der bedingungslosen Öffnung, zu Millionen illegal über unsere Staatsgrenze Drängenden
träumen ihn noch, so Sozialdemokrat Schulz.

Uns ist es nicht mehr erlaubt zu träumen; wir sind gezwungen aufzuwachen. Wir müssen uns Gedanken darüber machen, wohin uns der hereingebrochene Asylansturm führt. Jeder der „noch nicht so lange hier Lebenden“ ist ein Gast, der uns über Jahrzehnte Geld kostet und am Ende vom deutschen Michel finanziell ausgehalten werden muß. Herr Schulz merkt davon natürlich nichts, er träumt ja seit Jahrzehnten und wird genauso lange schon als Politiker vom Steuerzahler finanziert.

Ich habe mich einmal auf die Suche nach dem Goldschatz begeben, der sich eventuell heben ließe, um unsere finanzielle Last in der Zukunft etwas zu schmälern. Wir alle sollten wissen, welches Potenzial in unseren jungen und hoch motivierten Fachkräften schlummert, die für uns jeden Tag unsere Sozialstandards aufrechterhalten.

Die Landesregierung sollte daher beantworten, wie viele der in den Jahren 2015 und 2016 nach Sachsen-Anhalt eingereisten sog. Flüchtlinge über einen ausländischen Schul-, Berufs- oder Hochschulabschluß verfügen, der bei uns potentiell anerkannt werden kann oder wurde. Die Antwort fiel leider ernüchternd aber keineswegs überraschend aus:
“Der Landesregierung liegen keine Daten vor.”

Die Anerkennung sein ein Prozeß, der noch nicht abgeschlossen sei und daher könne auch keine Prognose abgegeben werden. Sie dürfte sich jedoch schwierig gestalten, weil „aufgrund der Flucht und anderer ungünstiger Zuwanderungsbedingungen Unterlagen, Zeugnisse und Nachweise nicht oder nicht vollständig vorgelegt werden können“. Wie wollen wir so überhaupt jemals zum Abschluß eines Anerkennungsverfahrens kommen ? Flüchten diese Dokumente hinterher oder werden sie im nächsten Heimaturlaub geholt ?

Bis dahin hat der ein oder andere “Südländer” vielleicht auch unsere Sprache gelernt und verbessert damit seine Chancen auf eine Anerkennung. Da die Landesregierung derweil auch darüber keine Kenntnisse hat, wer in annehmbarer Weise Deutsch spricht, werden sicher keine Germanistikprofessoren unter ihnen weilen.

Frau Ministerin Grimm-Benne war jedenfalls so nett, Zahlen darüber zur Verfügung zu stellen, „welche Personen aus den zuzugsstärksten nichteuropäischen Asylzugangsländern – Arbeitssuchende und Beschäftigte – über einen anerkannten oder aber über keinen bzw. keinen formalen Abschluss verfügen“. Gemeint sind Afghanistan, Eritrea, Iran, Irak, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien. Wer sich die Zahlen antun möchte, der sei auf die Antwort zu meiner kleinen Anfrage verwiesen. Sie sprechen jedenfalls Bände. Wir können also weiter schürfen oder uns hinlegen und endlich wieder träumen.

Zum obigen Thema ergänze ich noch die folgenden unkommentierten Einlassungen des amtierenden Ministerpräsidenten aus der lokalen Presse:

„Es geht beim Thema Asyl auch um unsere eigene Existenz, wenn wir in der demographischen Entwicklung uns selbst überlassen bleiben, können wir die Sozialstandards in unserer Gesellschaft nicht aufrechterhalten.“
(Juli 2015)

„In der Binnenwanderung verzeichne Sachsen-Anhalt mehr Zuzug als Abwanderung, aber der Saldo zwischen Geburten und Sterberate sei negativ. Das Land brauche deshalb mehr Zuwanderung aus dem Ausland, um Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu besetzen und die Sozialsysteme zu erhalten.“
(August 2015)

Jeder mache sich seine eigenen Gedanken !