Was nicht alles dumm macht…

Mit Herrn Marchewka ist es wie mit einem Trinker, der ständig zur Flasche mit dem immer gleichen schlechten Fusel greifen muß. Die Pulle ist randvoll mit seinem Lebenselixier, der blanken und immer gleichen Hetze, in der er sich fortwährend ersäuft. Nichts bereitet ihm offensichtlich mehr Freude, als in diesem Dauerdelirium seine unablässigen Hasstiraden gegen die AfD oder PEGIDA auszuspeien. Nun ist es bei einem respektablen Säufer aber so, daß es entweder wenig Dummheit gibt, die gefährdet wäre oder er es eben schlichtweg nicht mehr zustande bringt, das Gelesene zu verstehen. Aber daran soll es nicht scheitern. Wir helfen Herrn Marchewka gern etwas auf die Sprünge und erklären ihm, wer genau sein Saufkumpan „Correctiv“ ist.

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Osterwünsche

Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick.
Im Tale grünet Hoffnungsglück.
Der alte Winter in seiner Schwäche
zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes.
Überall regt sich Bildung und Streben,
alles will sie mit Farbe beleben.
Doch an Blumen fehlts im Revier.
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
nach der Stadt zurückzusehen!
Aus dem hohlen, finstern Tor
dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
denn sie sind selber auferstanden.
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
aus der Straßen quetschender Enge,
aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh, wie behend sich die Menge
durch die Gärten und Felder zerschlägt,
wie der Fluß in Breit und Länge
so manchen lustigen Nachen bewegt,
und, bis zum Sinken überladen,
entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges ferner Pfaden
blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel.
Hier ist des Volkes wahrer Himmel.
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

Johann Wolfgang Goethe